Grundwissen Nahrung – Energie für den Körper

Die Urform des natürlichen Zuckers ist das Monosaccharid. Mono steht für Eins und Saccharid steht für Kohlenhydrat.
Der Fruchtzucker und Zucker ist eine Form der Kohlenhydrate, um genau zu sein der schnell verwertbaren Kohlehydrate.

Die Kohlenhydrate werden in vier Kategorien eingeteilt:
Monosaccharide = Einfachzucker
Disaccharide = Zweifachzucker
Oligosaccharide = Mehrfachzucker
Polysaccharide = Vielfachzucker

Zu den Monosacchariden zählen die Glucose, die Fructose, der Traubenzucker und die Galaktose.

Zu den Disacchariden zählt der Haushaltszucker, Malzzucker und Milchzucker.

Zu den Oligosacchariden zählt z.B. die Raffinose = Zucker, der sich aus Glucose Fructose und Glactose zusammensetzt.

Zu den Polysacchariden zählen Stärke, Cellulose und Chitin.

Verstoffwechselung:

Die Verstoffwechselung der Kohlenhydrate beginnt bereits im Mund.
Je höher die Zuckerverbindung, also z.B. Vielfachzucker im Vergleich zu Zweifachzucker, desto häufiger muss der Körper diesen Zucker aufspalten bis zuletzt nur noch Einfachzucker besteht.
Die eigentliche Form der Aufnahme von Kohlenhydraten im Darm sind nämlich die Monosaccharide.

Nun werden Sie sich fragen, warum ein Mensch mit Fructoseintoleranz Vielfachzucker verträgt und Einfachzucker nicht, wenn ja jeder Vielfachzucker in Einfachzucker “runtergespalten” wird vom Körper.

Der Grund liegt darin, dass zum Spalten der Vielfachzucker andere Enzyme benötigt werden, als zur Verwertung von Fruchtzucker, der pur mit der Nahrung in den Dünndarm kommt.
Außerdem dürfen Sie nicht vergessen, dass die Glucose auch zu den Monosacchariden zählt.

Der Körper macht folgendes:
Kommt da so ein Polysaccharid an, so beginnt im Mund mithilfe des Speichelenzyms Ptyalin bereits die Zerlegung des großen Vielfachzuckers in Mehrfach und Zweifachzucker.
Im Dünndarm wird dann mithilfe der Alpha -Amylase aus der Bauchspeicheldrüse sowie den zuckerspaltenden Enzymen Glykosidase und Disaccharidase solange weitergewerkelt, bis zum Schluss ein Monosaccharid in Form von Glucose überbleibt.

…und Glucose ist zwar ein Monosacchaid aber, keine Fructose.
Darum vertragen Fructoseintoleranzler Vielfachzucker und beim Einfachzucker bloß die Fructose nicht.

Energie:

Damit alle Körperzellen genügend Energie zur Verfügung haben, denn ohne diese wären wir nicht lebensfähig, hat sich die Natur mehrere raffinierte Mechanismen ausgedacht.

Den ersten Mechanismus davon nennt man Glykolyse.
Das ist der Abbau von Glucose in der einzelnen Zelle. Mit diesem Abbau gewinnt die Zelle Energie und bleibt dadurch am Leben. Durch die Glykolyse wird natürlich der Zuckerspiegel auch gesenkt.

Der zweite Mechanismus ist die Speicherung von Polysacchariden in Form von Glycogen in der Leber und den Muskelzellen.
Es kann schnell und direkt vor Ort aktiviert werden. Aus Glycogen wird dann Glucose und die wiederum wird verwertet.

Der dritte ist der raffinierteste Mechanismus: Die Gluconeogenese.
Der Körper ist in der Lage aus organischen “Nicht- Kohlehydraten” -Vorstufen, Glucose herzustellen, um diesen dem Körper zur Verfügung zu stellen.

So, und bei all diesen lebenswichtigen Stoffwechsel- und Verdauungsvorgängen, kann es nun erblich bedingte, oder erworbene Fehlerquellen geben, die dann unter anderem zu Nahrungsmittelintoleranzen führen.

Die einzelnen Nahrungsmittelintoleranzen entnehmen Sie bitte der Liste:

Fructoseintoleranz

Laktoseintoleranz

Histaminintoleranz

Glutenintoleranz