Treffen vom 16.Juni.2008

Laborwerte: Bitte beachten Sie immer die Maßeinheit!

  1. freies t4: 0,8 - 1,5 ng/dl
    oder t4 gesamt: 5,05 - 12,43 µg/dl
    Erhöht bei Überfunktion
    Erniedrigt bei Unterfunktion
    Bei beginnender Unterfunktion sinkt das gesamt t4 später als das freie t4 ab
    Einschränkungen - Was kann die Werte verändern? Schwangerschaft, die Pille und Dysproteinämien (= gestörte Eiweißwerte) können zu erhöhten t4 Werten führen
  2. freies t3: 2,3 - 4,2 pg/ml
    oder t3 gesamt: 0,8 -2,0 ng/ml
    Erhöht bei einer Überfunktion und sogenannter Isoliertert T3 Überfunktion
    Erniedrigt bei ausgeprägter Unterfunktion und reduzierter Stoffwechselleistung
    Einschränkungen: t3 Werte können auch bei anderen allgemeinen nicht von der SD ausgehenden Erkrankungen (z.B. Low t3-Syndrom) sowie durch Medikamenteneinnahme ( z.B. Corticoide beim nebennierenrindengesunden Menschen, Antiarrhythmetika = Herzmedikamente für regelmäßigen Herzschlag und Beta-Rezeptoren-Blocker = Herzmedikamente) absinken.
  3. TSH: 0,3-4,0 µU/ml
    TSH basal: Norm 0,1 -6,2 µU/ml
    Grenzbereich zur Unterfunktion: 4-6,2 µU/ml
    Grenzbereich zur Überfunktion: 0,1-0,3 µU/ml
    Erhöht bei Jodmangelstruma, primärer SD-Unterfunktion(= Ursache die von der SD direkt ausgehend), Autoimmunthyreoiditis = Hashimoto die bereits eine SD-Unterfunktion als Beschwerdebild hat
    Erniedrigt bei sekundärer SD-Unterfunktion (= Ursache geht von Hypophyse aus), autonomer = selbstständiger Hormonproduktion von Adenomen, Autoimmunthyreoiditis mit beginnender SD-Überfunktion bei Morbus Basedow oder als Anfangsbeschwerde bei Hashimoto
  4. Thyreoglobulin = TG: unter 2 µg/l
    Grauzone 2-4 µg/l
    Hinweis auf Rezidiv oder Metastasen über 4 µg/l
    Wichtig! TG Erhöhungen treten auch bei SD Knoten, SD-Unterfunktion, t3-Medikamentation, TRH-Testung, Schwangerschaft, Einnahme der Pille und im fortgeschrittenem Alte rauf.
    Er wird aber auch zur Verlaufs und Therapiekontrolle beim differenzierten SD-Krebs( papilliär/follikulär), besonders nach totaler SD-Entfernung und Radiojodtherapie bei SD-Krebs, abgenommen
  5. AK, TGAK = Thyreoglobulin-Antikörper: unter 100 IU/ml ...fragt mich nicht was das für eine Einheit ist
    Vorkommen bei Hashimoto 70% der Fälle
    Primäre SD-Unterfunktion 65% der Fälle
    SD-Vergrößerung 80% der Fälle
    SD-Krebs 45 % der Fälle
    Morbus Basedow 30 % der Fälle
    Thyreotoxokiose = Vegiftung durch SD-Hormone(selten!) 45%
    Pernizöse Anämie = Vitamin -B12 -Mangel- Blutarmut unter 50 %
  6. TPO = Thyreoperoxidase oder auch Schilddrüsen- Peroxidasen- Antikörpergen genannt: unter 80 U/ml
    Grenzwert 80-150 U/ml
    Erhöht über 150 U/ml
    Erhöht bei Hashimoto 60-90% der Fälle
    Morbus Basedow 60 -70 % der Fälle
    Pimäres Myxödem 40-60% der Fälle
    SD- Entzündungen 30-70 % der Fälle
    Adenomen 5 % der Fälle
    Bei gesunden Menschen 5%
  7. TBG = Tyroxin- bindendes -Globulin 1,3 - 3 mg/dl
    Erhöht bei Schwangerschaft, Östrogenbehandlung, der Pille ,Dysproteinämie
    Erniedrigt bei Eiweißverlust und Anabolikaeinnahme
    Macht man als Begleituntersuchung zu Gesamt-t4

Links der Seite Laborlexikon.de zu den Laborwerten:

Freies t3
http://www.laborlexikon.de/Lexikon/Infoframe/t/T3_freies.htm

freies t4
http://www.laborlexikon.de/Lexikon/Infoframe/t/T4_freies.htm

TSH basal
http://www.laborlexikon.de/Lexikon/Infoframe/t/TSH-basal.htm

TSH Antikörper = TRAK
http://www.laborlexikon.de/Lexikon/Infoframe/t/TSH-Rezeptor-Antikoerper.htm

Thyreoglobulin AK
http://www.laborlexikon.de/Lexikon/Infoframe/t/Thyreoglobulin-Antikoerper.htm

Zur Frage : Wirken Cholesterinhemmer auf SD-Hormone? - habe ich folgendes gefunden:
SD-Hormone beschleunigen die Kohlehydratnutzung und fördern lipolytische Reaktionen ( Fettstoffwechsel) Eine Folge davon ist das Absinken des Plasma- Cholesterinspiegels.

Wenn ich jetzt davon ausgehe, das SD-Hormone den Cholesterinspiegel senken wie oben geschildert, dann ist die gedankliche Schlußfolgerung von mir:
Cholesterinhemmer müßten theoretisch niedriger dosiert werden wenn ein Patient zuerst eine unbehandelte SD-Unterfunktion, zusätzlich hohe Cholesterinwerte und eine Einstellung mit Cholesterinhemmern hat und dann mit SD -Hormonen eingestellt wird.
Denn durch die richtige Einstellung würden die SD- Hormone steigen und somit theoretisch der Plasma -Cholesterinspiegel sinken, weil ja mehr SD-Hormone vorhanden sind.
Somit bräuchte man dann evtl nicht mehr so viel vom Cholesterinhemmer. ABER das ist eine Schlußfolgerung von mir...nach dem Beweis Schwarz auf Weiß bin ich noch auf der Suche

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