Evtl. Szintigraphie: Feststellung von z.B. autonomen Adenom
Therapie:
- Je nach Grunderkrankung
Medikamente (Thyreostatika) zur Produktionshemmung von T3, T4
- Evtl. OP
Wörterbuch:
- Hyperthyreose = Überfunktion der SD
- Morbus Basedow = eine Autoimmunkrankheit
- Autoimmun = Vorgang bei dem das Immunsystem des Körpers, körpereigenes Gewebe als fremd ansieht und es zerstört
- Tumor = Geschwulst
- Adenom = gutartiger Tumor
- Autonomes Adenom = hormonbildender Tumor
- Karzinom = bösartiger Tumor = Krebs
- TSH = Hormon das in der Hypophyse gebildet wird und T3/T4 Freisetzung anregt
- Tachykardie = hoher Puls (über 100 Schläge pro Minute)
- Arrhythmie = unregelmäßiger Herzschlag
- Diagnostik = Sammelbezeichnung für Untersuchungen, die zur Abklärung von Krankheiten dienen
- Diagnose = zweifelsfreie Zuordnung von Beschwerden zu einer Krankheit
- Ultraschall = vollkommen nebenwirkungsfreies, bildgebendes Verfahren
- Szintigraphie = bildgebender Verfahren (ähnlich dem Röntgen) bei dem Kontrastmittel gespritzt wird. Achtung Jod!!
- Therapie = Behandlung
- Thyreostatika = Medikament das T3/T4 Produktion hemmt
2) Hypothyreose = Unterfunktion der SD
Die Hypothyreose ist ebenfalls eine Funktionsstörung der SD, die durch SD-Erkrankungen ausgelöst wird.
Ursachen:
- Angeboren
- Nach SD- Entzündung
- Nach SD-Entfernung
- Nach Strahlentherapie
- Extremer Jodmangel
- Erkrankung der Hypophyse (Hypophyseninsuffizienz)
- Schädigung des Hypothalamus
- Hormonresistenz (sehr seltene genetisch bedingte Krankheit)
- Zu hohe Thyreostatikazufuhr
- chronische Thyreoiditis oder Autoimmunthyreoiditis = Hashimoto
Beschwerden:
- niedriger Blutdruck
- niedriger Puls (Bradykardie)
- Allgemeine Schwäche
- Schnelle Ermüdbarkeit, Leistungsknick bis hin zur absoluten Erschöpfungszuständen
- Ständiges Frieren, Kälteintoleranz - das Frieren von "innen heraus", ähnlich dem Fieberfrieren
- Unvermögen zu Schwitzen
- Appetitlosigkeit
- Gewichtszunahme trotz geringer Nahrungsaufnahme
- Obstipation ( = Verstopfung)
- Verlangsamung im Denken, Sprechen und in der Bewegung
- Antriebsarmut "ständig sich aufraffen müssen"
- Depressive Verstimmung
- Raue, heisere Stimme
- Haarausfall (glanzloses, struppiges Haar)
- unreine Haut, die teilweise überempfindlich ist
- Hautentzündungen
- trockene Schleimhäute
- trockene, rissige Schleimhaut der Vagina
- Atembeschwerden
- Rheumatische Beschwerden, also Muskelschmerzen, Sehnenschmerzen, Gelenkschmerzen
- Taubheitsgefühl in den Fingerspitzen
- Durchblutungsstörungen
- Ödeme ( = Wasseransammlung im Körper)
- Myxödem (siehe Wörterbuch)
- Polyneuropathie (siehe Wörterbuch)
- Myopathie ( siehe Wörterbuch)
- Libidoreduktion bis hin zum Verlust, beim Mann Errektionsstörungen bis hin zur Impotenz
- extremes Schlafbedürfnis
- Wundheilungsstörungen
- Schwindel
ACHTUNG!!:
Die in diesem kleinen Absatz aufgeführten Beschwerden habe ich in keinem Fachbuch gefunden, aber immer wieder berichten sehr viele Patienten davon.
Ich selbst hatte diese auch. Das hier ist ein Erklärungsansatz dafür:
Bei einer Unterfunktion der SD kann es auch zu folgenden Beschwerden kommen:
- hoher Blutdruck, bzw erhöhter Blutdruck.
- hoher Puls =Tachykardie
- starkes Schwitzen
- Intoleranz gegenüber Wärme
Woher kommen diese Beschwerden bei der Unterfunktion, die sonst klassisch und auch richtig der Überfunktion ebenso zugeordent werden?
Ganz einfach:
Durch die Unterfunktion befindet sich der Köper in einem Zustand, in dem er um der Versuch, eine Normalfunktion aufrechterhalten zu können,
ein Übermaß an Kraft und Energie aufbringen muß. Für Ihren Unterfunktionskörper ist es so, als müßte er ständig Leistungssport Niveau halten, bloß um die normalen Funktionen aufrecht erhalten zu können.
Die SD Hormone haben einen maßgeblichen Einfluß auf das Herz-Kreislauf-System und auf die Gefäßwände der Blutgefäße. Sie regulieren die Erweiterung oder Verengung der Blutgefäße mit.
Bei einer UF sind die Gefäße bildlich gesprochen, mehr erweitert, als bei einer Normalfunktion. Das Blut fließ langsamer. Der Körper versucht dem gegenzuwirken und setzt die Herztätigkeit hoch - Folge Blutdruck und Puls steigen.
Wenn Sie sich nun bei jeder Tätigkeit sehr anstrengen müssen, geht der Blutdruck und Puls ebenfalls von der Anstrengung hoch. Anstrengung - das kann schon bedeuten ein Stockwerk Treppen steigen.
Durch die Anstrengung für den Körper kommt auch das übermaßige Schwitzen zu stande.
Ganz typisch für eine Unterfunktion ist ebenfalls das man zwar schnell friert, aber auch schnell schwitzt.
Dieser Wechsel von Frieren zum Schwitzen kann innerhalb von Sekunden und mehrmals am Tag auftreten - manche befürchten schon in den Wechseljahren zu sein, so stark kann dies auftreten.
Wärme oder Hitze werden nur schlecht vertragen. Es stellt sich dann schnell das Gefühl von " Mir zieht es gleich die Füße weg" ein.
Auch das man schnell schwitzige Handinnenflächen bekommt, bei Anstrengung oder Wärme ist typisch für eine UF
Diagnostik:
- Blutentnahme: T3/T4, freies T3/T4, TSH
- Ultraschall
Therapie:
- Je nach Grunderkrankung
- Dauereinnahme von SD- Hormonen
Wörterbuch:
- Hypothyreose = Unterfunktion der SD
- Hypophyseninsuffizienz = Verminderung der Hormonbildung in der Hypophyse
- Hormonresistenz = der Körper " reagiert nicht" auf Hormone
- Bradykardie = erniedrigter Puls ( unter 50 Schlägen pro Minute)
- Obstipation = Verstopfung
- Ödeme = Wasseransammlung im Körper (z.B. in den Beinen)
- Myxödem = Sammelbegriff für einige sichtbare Beschwerden, bei einer Unterfunktion: kalte, blasse, trockene, rauhe, schuppige Haut. Zusätzlich ist die Haut an Gesicht, Händen und Füßen " teigig" aufgeschwollen.
Fachliche genaue Bezeichnung: Myxödem = Ablagerung Glykosaminoglykagen in Haut Unterhaut und Muskelgewebe.
Myxodermia diffusa:
Ödematös, teigige Infiltarte im Gesicht besonders Augenlider ( dauert oft Stunden bsi die morgens verschwinden) und an den Extremitäten, teilweise auch an den Händen.
Aussehen des Patienten aufeschwemmt teigig.
Charakteristisch: keine Dellenbildung nach Druck auf Gewebe wie bei Wasser oder reinen Lympheinlagerungen!
Myxodermia prätibiales:
Entzündliche Stellen an den Unterschenkeln, selten Fußrücken, bisher in der Literatur nie oberhalb des Knies beschrieben - wobei ich da von Patienten was anderes gehört habe.
Tritt bei Morb. Basedow auf, allerdings nur sehr selten ca 3 % der Basedow Leute haben dieses Ödem.
Kommt wenn, dann gehäuft in Kombi mit endokriner Ophtalmopathie - in der Kombi auch als EMO Syndrom bezeichnet für Exophtalmus Myxödem Osteoathrophie Syndrom
- Poly = viele, zahlreiche
- Polyneuropathie = Schmerzhafte Erkrankung vieler Nerven, bei der z.B. Taubheitsgefühle, Pelzigkeit und Missempfindungen besonders an Armen und Beinen auftreten
- Myopathie = entzündliche Muskelerkrankung