Heiße & Kalte Knoten

Synonyme:

Heiße Knoten werden auch als funktionelle Autonomie bezeichnet. Das bedeutet übersetzt: Knoten die unabhängig vom Hypothalamus/Hypophysen-System SD-Hormne produzieren. Das kann in unterschiedlich starker Ausprägung geschehen.
Der Übergang von einer normalen SD-Funktion mit heißen Knoten bis zu einer Überfunktion der SD sind fließend. Nicht jeder heiße Knoten macht eine ÜF-Symptomatik, aber er gibt heiße Knoten die das machen können.
Das autonome Adenom gehört auch in diese Rubrik, wird aber als eigenes Krankheitsbild bezeichnet.

Kalte Knoten werden auch kalter Solitärknoten genannt. Sie produzieren keine SD-Hormone! (Das ist der ganz große Unterschied zu den heißen Knoten).

Vorab sei noch zu sagen das die Faustregel gilt:
Heiße Knoten sind gutartig, kalte Knoten können entarten. Jedoch ist das Entartungsrisiko bei kalten Knoten wesentlich geringer, als in der Bevölkerung angenommen wird.
3-10 % aller kalten Knoten sind bösartig, ca 0,1 % der Bevölkerung hat überhaupt kalte Knoten (Auszug Endorkinologie Checkliste 4 Auflage)

Adenome können gaaaanz, gaaaaanz selten wenn sie fast jahrhunderte lang ;-) nicht behandelt wurden entarten.

Wie kommt es zu der Bezeichnung "heiß" und "kalt"?:

Ganz einfach: Bei dem bildgebenden Verfahren des Schilddrüsenszintigrammes, bekommen Sie ein schönes buntes Bildchen von Ihrer SD zu sehen.
Man könnte sich über die Farbvielfalt freuen, wenn man nicht bange der Diagnose entgegenfiebern würde.

Beim SD-Szinti wird Ihnen radoiaktiv angreichertes Jod gespritz, damit man die SD-Bereiche gut darstellen kann.
Die SD-Bereiche die viel Jod aufnehmen und sehr hormonaktiv sind, stellen sich in den warmen Farben von gelb, organe und rot dar.
Die SD-Bereiche die wenig Jod aufnehmen und wenig bis gar nicht hormonaktiv sind, stellen sich in den Farben grün bis blau dar.

Die Namensgebung der heißen und kalten Knoten, kommt einfach von der Farbdarstellung im Szinti.

Heiße Knoten, und autonome Adenome können eine SD- Überfunktionmachen. Kalte Knoten eine SD-Unterfunktion.
Bitte lesen Sie dazu die beschwerden unter SD-Funktionsstörungen nach.

Heiße Knoten & autonome Adenome:

Ursachen:

Beschwerden:

Diese sind hier sehr unterschiedlich ausgeprägt, je nach Stärke der SD-Hormonproduktion des Knotens. Haben Sie einen Knoten der kaum SD- Hormone produziert oder gar keine, haben Sie auch keine Beschwerden einer SD-ÜF.
Meist kommen Beschwerden wie leichte Übererregbarkeit, Herzklopfen und Händezittern ( manchmal auch Kopfzittern) vor, ohne das eine meßbare ÜF vorhanden ist.
Natürlich kann auch eine ausgeprägte Hyperthyreose vorhanden sein.

Diagnostik:

Therapie:

Wörterbuch:

Kalter Knoten/ Kalter Solitärknoten:

Ursachen:

Beschwerden:

Diagnostik:

Therapie:

Die Therapie hängt wiederum stark davon ab was die Ursache ist.
Operiert wird jenachdem wie groß die Angst des Patienten ist, wie alt der Patient ist, wie schnell der Knoten wächst, welche Konsistenz er hat.
Bei Malignitätsverdacht wird sofort operiert und das zu recht!

Bei harmlosen, braven kalten Knoten wird mit einem T4 Präperat, also Levothyroxin Medikament behandelt. Denn im 48 % der Fälle entwickelt sich ein braver kalter Knoten unter dieser Therapie zurück.

Wer allerdings das Pech hat heiße hormonproduziernde und kalte Knoten gleichzeitig zu haben -das kommt auch häufig vor - der kann leider nicht auf die medikamentöse Therapie zurückgreifen.
Denn bei heißen Knoten werden ja Hormonhemmer gegeben und bei kalten t4-SD -Hormon. Die beiden schließen sich gegenseitig aus, würden sich aufheben.

Wörterbuch:

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