Die chron. Thyreoiditis wird auch Autoimmunthyreoidits genannt.
Sie ist eine über die Jahre, schmerzlos, verlaufende Entzündung, die auf zwei verschiedenen Ursachen basiert. Dabei wir des SD Gewebe schrittweise zerstört. Die Erkrankung kann weitervererbt werden.
Weitere Synonyme für diese Krankheit sind: Hashimoto, lymphozytäre Thyreoiditis, Immunthyreoiditis, Struma lymphomatosa Hashimoto
Hashimoto führt zu einer SD-Unterfunktion. Bitte lesen Sie deren Beschwerden unter SD-Funktionsstörungen nach.
Sehr unterschiedlich, je nach Verlaufsform der Erkrankung, also ob sie schleichend vor sich hin brodelt,
oder ob sie in akuten Schüben von statten geht.
Ob sie dazwischen jahrelang pausiert, ob der Zerfall der SD schnell und massiv auftritt oder langsam und immer nur
Stückchenweise vor sich geht.
Ob der Prozeß stoppt und die Krankheit nie mehr aufkeimt (kommt selten vor, aber kommt vor)
Beschwerden einer Hyper- oder Hypothyreose treten auf, je nach Erkrankungsart. Wobei die Hyperthyreosebeschwerden selten und meist zu Beginn der Erkrankung auftreten.
Evtl. langsames Auftreten von Druck und Spannungsgefühl im SD Bereich, ohne Schmerzen.
Des weiteren wurde mir von Betroffenen mehrmals mitgeteilt, daß sie unter Augenproblemen, in Form einer endokrinen Orbitophatie leiden. Sie haben ein starkes Druckgefühl im Auge, Bewegungen des Auges schmerzen und die Lichtempfindlichkeit ist teilweise erhöht.
Ebenso kann es bei Hashimoto zur Mitbeteiligung der Nebennierenrinde kommen. Diese Kombination kommt des öfteren vor und wird nicht immer sofort festgestellt.
Die Nebennierenrinde die die lebenswichtigen Glucocortikoide und Mineralkortikoide produziert, kann durch
eine lang bestehende, unbehandelte Schilddrüsenunterfunktion in Mitleidenschaft gezogen werden.
Ebenso kann sie aufgrund einer Autoimmunerkrankung angegriffen werden.
Daraus resultiert ein Mangel an Cortisol und/oder Aldosteron/Renin.
Speziell auf die Schilddrüsenhormone bezogen:
Durch den Cortisolmangel ist der Körper nicht in der Lage die SD-Hormone zu aktivieren und somit kann T4 nicht ausreichend
zu T3 umgewandelt werden.
Cortsiolmangel ist an sich eine eigenständige schwere Stoffwechselstörung, die ein eigenes Themengebiet ist.
Darum wird dieses Krankheitsbild gesondert behandelt unter der Rubrik Nebennieren.
Häufig berichten Hashimoto-Patienten daß sie reine T4 Präperate schlecht vertragen.
Ihre Beschwerden bessern sich nicht, sie fühlen sich im Gegenteil immer schlapper und kränker.
Man weiß inzwischen das dies bei der Krankheit gehäuft auftritt und das viele der Betroffenen mit Mischpräperaten
aus t3 und t4 oder aus zwei Monopräperaten , also ein t3 und ein t4, besser fahren. Warum dies so ist,weiß man noch nicht.
Ganz typisch scheinen auch massive Muskelschmerzen und Verhärtungen zu sei , die plötzlich und schubartig auftreten.
Bei einigen ist das der Auftakt zu einem neuen Hashimotoschub, bei anderen kündigt sich dadurch eine andere Stoffwechsellage an.
Wieder andere haben die Muskelschmerzen chronisch.
Durch einen Hashimoto kann auch das Krankheitsbild der Fibromyalgie auftreten. Das berichteten mir immer wieder Patienten.
Fibromyalgie ist eine Form der rheumatischen Erkrankungen. Rheumatische Erkrankungen zählt man zu dem Komplex der
Autoimmunerkrankungen genauso wie Hashimoto.
Bei der Fibromyalgie ist das typische Beschwerdebild, der chronische generalisierte Svchmerz im Bereich der Muskulatur,
des Bindegewebes und der Knochen an typischen Schmerzpunkten ( wer genau Infos will bitte melden!)
Die Fibromyalgie gilt oft als psychosomatische Erkrankung, was aber so nicht stimmt!
Es gibt eine primäre Form und eine sekundäre.
Bei der primären Form weiß man die Ursache nicht genau, sie tritt häufig bei Rheumakranken auf.
Bei der sekundären Form sind andere Grunderkrankungen die Ursache.
Dazu zählen Traumata, also Unfälle, entzündliche nicht wiederbehebbare, rheumatische Krankeheiten, hormonelle Krankheiten,
infektiöse und bösartige Erkrankungen.
Die Beschwerden sind bei beiden Formen gleich, der Unterschied besteht darin, daß die sekundäre Form verschwinden kann,
wenn die Grunderkrankung behandelt wurde.
Die sekundäre Form tritt dreimal häufiger auf als die primäre.
Mediziner sind sich heute noch nicht eindeutig im Klaren darüber, was die genauen Ursachen für Fibromyalgie sind. Deswegen ist es eine Anmaßung den Betroffenen zu sagen, es wäre eine rein psychosomatische Erkrankung.
Diese muss sich dem stark wechselnden und nicht vorhersehbaren Verlauf der Krankheit anpassen.
Die eigenen Erfahrungen und Ihre Zuschriften haben mir gezeigt, das die allermeisten Hashimotopatienten Jahre brauchen
um eine richtige Einstellung zu haben.
Die Einstellung mit den Medikamenten ist meist nach einem halben Jahr abgeschlossen.
Aber der Körper braucht eine lange Zeit um sich zu regenerieren, um die häufig extrem lange Zeit der Nichtbehandlung
wegzustecken.
Im Schnitt kann ich sagen das es ca. 2-3 Jahre braucht bis der Körper sich mit der Therapie wieder annähernd auf
Normallevel befindet. Voraussetzung ist: es hat kein weiterer Zerfall und kein neuer Schub stattgefunden.
Die Langzeitprognosen beim Hashimoto und der Hypothyreose sind nicht sehr erbaulich
in Hinsicht auf absolute Besserung.
Meist stellt sich am Anfang der Therapie ein großer Erfolg ein, das Befinden bessert sich schlagartig.
Im Verlauf der Jahre kommt es aber immer wieder zu Hormonschwankungen, Hormonanpassungen sind erforderlich,
es kommt immer wieder zu Unterfunktionssymptomatiken.
Man kann sich als Patient darauf einstellen, das man immer wieder damit konfrontiert wird.
Spätestens als Frau in den Wechseljahren.
Es ist eine Erkrankung die einen ein Leben lang begleitet, weil sie bis jetzt nicht heilbar ist.
Aber die Beschwerden und die Funktionsstörung sind behandelbar.