Chronischer Krankheiten und die Besonderheiten

Chronische Erkrankungen, zu denen die meisten Formen der Schilddrüsenerkrankungen gehören, haben spezielle Merkmale:

Manche bewältigen Ihre Krankheit indem sie krankheitsbedingte Ängste durch Verleugnung reduzieren. Das kann ganz sinnvoll sein, um handlungsfähig zu bleiben.
Manche Belastungen werden dadurch minimiert, dass die den emotionalen Belastungen zugrunde liegenden negativen Auswirkungen gering gehalten werden.

Es werden vier Phasen der gelungenen Anpassung an eine chronische Krankheit unterschieden

Als psychologischer Berater oder Therapeut kann man dem chronisch Erkrankten helfen, die Einstellung zur Krankheit, die kognitiven Prozesse, das Verhalten und das emotionale Erleben zu verändern.
Ausserdem sollten die sozialen Beziehungen und die Lebensgewohnheiten mit einbezogen werden. So z.b. kann zu gesundheitsbezogenem Verhalten Anregung gegeben werden. Die Symptomwahrnehmung und der richtige Umgang damit kann geschärft werden.

Wichtig ist auch den Glauben an medizinische Hilfe zu entwickeln, auch wenn dieser verloren gegangen ist. Man kann den Betroffenen bestärken, dass etwas gegen die Krankheit unternommen werden kann.
Während akuten Krisen der SD-Erkrankung ist es wichtig, unterstützende Techniken anzuwenden, der Therapeut und Berater kann hier den Patienten begleitend unterstützen und die Angst vor dem medizinischen Apparat (OP oder Radio-Jod-Therapie) nehmen bzw. verringern.

Auch in der Nachsorge ist es wichtig für den Patienten, das Erlernte beizubehalten und das Augenmerk auf gesundheitsförderliches Verhalten zu lenken. Die Erfahrung der eigenen Kompetenz ist nun für den Patienten besonders wichtig, deshalb soll er angeregt werden, die vorhandenen Bewältigungsressourcen zu nützen.

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