Woran erkenne ich, ob ich eine klassische Depression habe oder ob die Depression von der Schilddrüse ausgelöst wurde?
Eine endogene (von innen kommend) oder exogene (von außen kommend) Depression gehört zu den affektiven Psychosen, d.h. "affektiv" betrifft die Gefühlswelt. Im Mittelpunkt dieser seelischen Erkrankung steht die Herabstimmung und die Antriebshemmung.
Diese massiven Störungen des Gefühlslebens treten meist in Episoden auf und dauern Monate bis Jahre. Diese Episoden sind klar abgegrenzt. Man kann zwischen einphasigen und mehrphasigen Melancholien unterscheiden.
Manchmal treten die affektiven Psychosen auch bipolar auf, also im Wechsel zwischen Melancholie und Manie, also dem Wechsel zwischen Herabgestimmtsein und gehobener, enthemmter Stimmung.
Bei einer klassischen Depression ist nicht die hormonelle Veränderung der Auslöser, sondern sie ist multifaktoriell bedingt. Wir haben einerseits den Erbfaktor und andererseits äußere Faktoren, wie besondere Belastungen, Konflikte, bestimmte Erlebnisse und Umweltbedingungen.
Bei einer klassischen klinischen Depression ist in jedem Fall ein voll ausgebildeter Therapeut oder Facharzt aufzusuchen. Wir haben hier eine Suizidrate von 10 bis 15 %.
Ich versuche die Gefühlslage eines Depressiven zu beschreiben mit
Die klassische Depression weist oft ein Morgentief auf, ist am frühen Morgen oder am Vormittag am schlimmsten. Manche Patienten sind abends vollkommen unauffällig.
Im Gegensatz weist die Deperession, oder depressive Verstimmung, die durch eine Sd-Erkrankung ausgelöst wird, bestimmte Symptome nicht auf.
Es treten im Regelfall nicht auf:
Ein Schilddrüsenkrankner mit depressiver Verstimmung kann sehr wohl noch Gefühle wie Freude, Liebe, Dankbarkeit, Sympathie und Antipathie, sowie Trauer und Wut ect. empfinden.
Die Versteinerung und die Leere die er empfindet, sowie die Trauer und die Wut beziehen sich ganz konkret auf eine bestimmte Ursache, die der Betroffene eindeutig zuordnen kann, nämlich seine Krankheit.
Ein klassisch Depressiver kann seine Depression, nicht von sich aus, einer Ursache zuornden. Das ist ein wesentlicher Unterschied und wird deswegen extra von mir betont. (Webmasterin)
Trotzdem ist diese seelische Erkrankung schwer abzugrenzen von der organischen Depression und es erfordert viel Erfahrung und Gespür.
Die Diagnose orientiert sich auch am Verlauf der Krankheit (frühere Phasen, Eltern, andere Verwandte, Beginn und Ende einer Phase, Verlauf typischerweise plötzlich).
Als Standardtherapie bei einer klassichen Depression zählt die Kombinationstherapie aus Medikamenten und aus begleitender Psychotherapie. Manchmal findet auch die Wachtherapie Anwendung. Hier müssen die Patienten einmal pro Woche eine Nacht oder die zweite Nachthälfte wach bleiben. Es entfällt damit das Morgentief.
Zu den Medikamenten, die bei einer Depression Anwendung finden, zählen tricyclische oder tetracyclische Antidepressiva, selektive Serotonin-Reuptake-Hemmer, Monoaminooxidase-Hemmer, Lithium, Neuroleptika und Beta-Blocker.