Psyche und Psychopharmaka
Treten im Rahmen einer SD-Erkrankung Depressionen oder Unruhezustände auf, kann es manchmal hilfreich sein, Psychopharmaka zu geben.
ABER: sie beheben nicht die Ursache, nämlich den gestörten Hormonhaushalt, sie lindern nur die Symptome.
Sie sollten nur in schlimmen Fällen vorübergehend eingesetzt werden wobei zu beachten ist, dass manche Psychopharmaka mit den Schilddrüsenhormonen sich nicht vertragen oder gar toxisch wirken. Bitte unbedingt auf den Beipackzettel achten und unbedingt den Arzt darauf hinweisen.
Auch ist darauf zu achten, dass manche Medikamentengruppen eine sehr schnelle Abhängigkeit hervorrufen. Das kann schon innerhalb von einer Woche der Fall sein. Und mancher Hausarzt verschreibt zu schnell solche Medikamente, weil er dann Ruhe hat vor dem Patienten. Dem Patienten tun diese Medikamente durchaus gut und er muss bald die Dosis steigern, um den gleichen Effekt zu halten.
Hier spricht man von Toleranz. Das führt zur Gewöhnung und zur Sucht. Und dann hat man ein wirkliches Problem. Wenn es irgendwie möglich ist, sollte auf Psychopharmaka verzichtet werden. Evtl. kann man pflanzliche Medikamente geben.
Die häufig sehr ausgeprägten Stimmungsschwankungen können in der akuten Phase zusätzlich günstig mit so genannten ß-Blockern behandelt werden, die auch den erhöhten Blutdruck und die Herzfrequenz vermindern.